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Kunst im Gefängnis

Kunst im Gefängnis

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In der "Aorta", dem zentralen Korridor im Haftanstalt DC 16 Rotterdam, hat Mumenthaler fünf "Passagen" installiert. Jede Passage hat ihre eigene Farbe: Rosa, Blau, Lachs, Grün und Gelb. Sie variieren in der Länge von etwa fünf Metern (Lachs) bis hin zu fast dreizehn Metern (blau). Die Passagen dienen als Orientierungspunkte für die Passanten und die Nutzer des Gebäudes bzw.  als Möglichkeit für Zwischenstopps oder als kurzzeitiger Unterstand im langen Korridor. Diese letzte symbolische "Zuflucht" vor den Dingen des Alltags wird dadurch erreicht, dass sich die Farbe über die gesamte Länge der Wände, des Bodens, der Decke und dem Fenster erstreckt. In jeder festen Wand ist in jedem Farbbereich ein riesiges Foto oder ein zweites, gedachtes Fenster angebracht, je nachdem, wie man es selbst sieht.

 

Das fotografische Bild wurde bewusst unscharf gedruckt und stellt ein graues Korridorsystem, mit Fenster- und Türöffnungen, dar. Durch diese "Fenster" sehen wir jedes Mal eine romantisch getönte und etwas klischeehafte Landschaft. Auf diese Weise blicken Sie in der grünen Ebene auf Nadelbäume und Bergrücken, die sich in einem spiegelglatten Bergsee spiegeln, die gelbe Ebene bietet einen flammenden Sonnenuntergang hinter einem brennenden Leuchtturm und der lachsfarbene Teil des Korridors gibt einen Blick auf eine (unbewohnte?) Insel mit Palmen frei. Es handelt sich um undefinierte Orte, von denen wir alle glauben sie zu kennen.

 

Mumenthaler hat die Bilder von bestehenden Plakaten und Postkarten übernommen. Sie kaufte, wenn nötig, die Rechte an den Bildern und fotografierte sie erneut, aber nun in Ihrem eigenen Stil. Denn als Fotograf wählte sie unterschiedliche Standpunkte und Ansichten auf das Motiv, dadurch empfinden Sie als Zuschauer jedes Mal wenn Sie die Werke von Ihr sehen eine vergleichbare, aber signifikant andere Situation. Als ob man sich verirrt hätte.
Bei den idyllischen Bilder, die Sie durch die Fenster in Mumenthalers Fotografien sehen, bleibt unklar, ob es sich um eine Gemälde oder um einen realen Blick nach draußen handelt: Ist die Grenze um das Bild ein Fensterrahmen oder ein Bilderrahmen? Und schauen Sie nicht in den Korridor, in dem Sie sich gerade befinden?

 

Wir haben die handgefertigten Modelle digitalisiert. Zusammen mit der Künstlerin haben wir Probedrucke erstellt, um ein gutes und vorhersehbares Endergebnis zu gewährleisten. Die Motive wurden direkt auf Dibond gedruckt und anschließend mit einer matten Epoxidbeschichtung versehen. Die fertigen Bilder wurden mit einem Rahmen in das Mauerwerk montiert, dadurch sind diese zusätzlich vor Vandalismus geschützt.

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